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Die Geschichte der Boo-Crew

Die Geschichte der Boo-Crew begann im Jahr 2004 im Heide-Park. Die drei Freizeitpark-Fans Jan Stöhlmacher, Ralf Lindhorst und Tim Herre hatten Lust darauf, nach vielen Besuchen in Grusel-Attraktionen rund um die Welt auch einmal selber in Kostüme zu schlüpfen und die Leute zu erschrecken. Da passte es gut, dass der Heide-Park, zu dem bereits seit längerer Zeit ein freundschaftliches Verhältnis bestand, die schon zum vierten Mal stattfindende Halloween-Party mit einer Horror-Attraktion aufzuwerten. Gemeinsam wurde dann in in einer dunklen Halle ein sehr einfacher, aber trotzdem gelungener Gang durch die Finsternis umgesetzt. Zusammen mit 12 aus dem Familien- und Freundeskreis akquirierten Mitspielern wurde der erste Erfolg gefeiert.

Im folgenden Jahr wurde gemeinsam mit dem Heide-Park die unter Fans legendäre "Horror Hall" unter der Bobbahn für die Parkbesucher im Oktober geöffnet. Der sechsminütige Horrortrip durch enge und teilweise stockdunkle Gänge ist auch heute noch Gesprächsthema bei gemütlichen Runden mit den Fans der ersten Stunde.

Der Sommer 2006 war ein ebenfalls wichtiger Termin, denn zum ersten Mal spukte unsere mittlerweile auf ca. 25 Mitglieder angewachsene Truppe im Geistertempel der Firma Fellerhoff auf dem Hamburger Dom. Die Fellerhoffs begrüßten die Idee, anstatt ein oder zwei gelangweilter Angestellter eine ganze Gruppe von Live-Erschreckern einzusetzen, und so spielten wir vier Wochen lang in der großen Dreistock-Geisterbahn und waren für so manchen Nervenzusammenbruch verantwortlich.

Oktober 2006 war die Geburtsstunde des immer noch im Halloween-Portfolio vorhandenen "Forest of Fear" (der mittlerweile eine etwas andere Story hat) zur Halloween-Party im Heide-Park. Unter der Bobbahn mussten die mutigen Gäste durch einen Parcours aus Bäumen und Büschen, zwei kleinen Brücken und vielen blutrünstigen Gestalten.

Freitag, der 13. April 2007, markierte den Beginn einer weiteren Partnerschaft. Gemeinsam mit dem Hamburg Dungeon gab es eine stilechte Party, vor deren Besuch allerdings ein Durchgang durch die Kulissen des Dungeons stand. Und der hatte es in sich: extreme Dunkelheit, ein verstörender Soundtrack und über 20 Erschrecker haben den Weg zur Party erschwert.

In der Zwischenzeit bekam unser Team eine wichtige Verstärkung, denn Frank Thannhäuser vom Imperial-Theater Hamburg trat unser Gruppe bei und ist seitdem mit viel Spaß und großem Talent federführend an unseren Kostümen und Masken beteiligt. Dank seines Könnens erreichten unsere Schminktechniken und Ausstattungen ein professionelles Niveau.

Neben dem mittlerweile etablierten Dom und der Halloween-Party im Heide-Park, zu der 2007 der Forest in seiner Länge verdoppelt und erstmals an zwei Abenden bespielt wurde, kam noch eine weitere tolle Kooperation zustande. Die Villa Fernsicht, die seit einigen Jahren die Gruselwochen veranstaltet und mit deren Initiatoren wir befreundet sind, wollte ihr familientaugliches Programm erweitern und startete daher die "Invasion der Untoten" mit der Boo-Crew. Ein voller Erfolg, denn zusammen mit dem sympathischen Team der Villa haben die Boo-Crew-Erschrecker viele dunkle Winkel besetzt und sogar den Shuttle-Bus überfallen.

2008 spielten wir daher auch an mehreren Tagen auf den Gruselwochen und waren sogar bei der Vorweihnachtsparty "Nightmare before Christmas" in der Villa dabei - inklusive blutigem Schneemann. Und auch der Einsatz im Heide-Park wuchs, denn dieses Jahr hatten wir gleich vier Attraktionen zu bieten: den Forest of Fear (als "Verbotener Wald"), die in den "Fluss der Angst" durch den Einsatz von Vampiren geänderten Wildwasserbahn II, den "Geisterturm" für Kinder sowie das "Sanatorium Bergfrieden", dass unseren bisherigen Attraktionshöhepunkt darstellte. 11 aufwändige Räume, besetzt mit 22 Erschreckern und einem gemeinen Dunkellabyrinth übertrafen alles, was wir bisher gebaut hatten. Und auch die drei Dom-Spielzeiten haben wir wieder im Geistertempel verbracht.

Im Juni 2009 spielten wir dann ein zweites Mal im Hamburg Dungeon, diesmal als Horrorpiraten - und wieder mit emotional aufgewühlten Gästen, die im Dunkeln einiges über sich ergehen lassen mussten.

Eine besondere Aktion fand im Frühjahr 2010 statt: wir hatten die Möglichkeit, in einem alten Krankenhaus in Hamburg eine Horrorattraktion zu bauen. Und so verwandelte sich der Keller und die OP-Etage in "Kunstfehler". Eine weitere Neuerung für uns war die Buchung für eine Tagung in Berlin, bei der wir die ahnungslosen Tagungsteilnehmer durch ein eigens in der Tiefgarage des Hotels erbautes Dunkellabyrinth gescheucht haben.

Auch in 2011 gab es Neues für unsere Gruppe. Neben einem weiteren kommerziellen Auftritt spielten wir zum ersten Mal sehr erfolgreich bei der "Zeit der Schattenwesen" im Hansa-Park. Als Wolkow-Bruderschaft, Doktor, Torfstecher und Vogelscheuchen verbreiteten wir gepflegten Grusel in einer einmaligen Atmosphäre. Zu den Halloween-Nights im Heide-Park schließlich bauten wir zusätzlich zu den bisherigen Attraktionen drei Scarezones, in denen die Besucher auf den Wegen von bösen Gestalten bedrängt werden. Unsere Mitgliederzahl stieg in 2011 auf 77.